Freitag, 27. Februar 2015

Rapunzelschmuck

Das Motive aus dem
Rapunzelmärchen,
kombiniert mit einer Perle.

Der Armreif hat einen wunderschönen,
eleganten Cabochon. In verschiednen
Größen erhältlich.

Zu diesen schönen Perlhänger braucht
man doch nicht mehr sagen, oder?!

Dazu ein edler Ring. Alle Materialien
sind nickelfrei!
Es war einmal ein Ehepaar, das sich schon lange Zeit nach einem Kind sehnte. Aus ihrem Haus konnten die beiden auf einen großen Garten blicken, der mit den schönsten und buntesten Blumen gesegnet war. Allerdings gehörte er einer gefürchteten Zauberin, die um ihn herum eine dicke Mauer gezogen hatte. Eines Tages erspähte die Frau in dem Garten ein Beet mit frischen Rapunzeln. Sie bekam große Lust, von dem herrlichen Gewächs zu essen. Aufgrund des Wissens, nicht an die Rapunzeln heranzukommen, fühlte sie sich zunehmend elendig. "So gerne würde ich von ihnen kosten. Es möchte meinen Tod bedeuten, sollte ich nie von ihnen essen können", sprach sie zu ihrem Mann. Er wollte seine Frau nicht sterben lassen, kletterte in der Nacht über die Mauer und brachte seiner Frau einige der Pflanzen. Diese bereitete sofort einen Salat zu, den sie verschlang.
Allerdings wurde ihre Lust auf die Rapunzeln immer größer, so dass ihr Gemahl erneut über die Mauer kletterte. "Was erlaubst du dir, auf meinem Grundstück herum zu trampeln?", hörte er eine Stimme. Die erboste Zauberin stand vor ihm. Der Mann sprach zitternd: "Ich wollte kein Dieb sein, aber meine Frau war so gierig auf die köstlichen Rapunzeln, dass ich sie ihr einfach bringen musste." "Nun, dann sei es so", sprach die Zauberin und fügte an: "Du kannst dir so viele Rapunzeln nehmen, wie du willst. Zum Tausche jedoch gehört das erste Kind aus eurer Ehe mir." Der Mann bejahte den Tausch und nur wenige Woche später war seine Frau mit einem Mädchen schwanger. Sogleich als das Kind geboren war, kam die Zauberin und holte sich, was ihr der Mann versprochen hatte. Sie nannte das Mädchen, das wunderschön war, Rapunzel. Im Alter von zwölf Jahren sperrte die Zauberin Rapunzel in einem treppenlosen Turm, der nur oben ein schmales Fenster hatte. Um in den Turm gelangen zu können, rief die Zauberin jedes Mal: "Rapunzel, Rapunzel! Lasse mir dein Haar hinab." Rapunzel hielt dann ihre langen Haare aus dem Fenster, so dass die Zauberin hinaufsteigen konnte.
Einige Jahre später ritt der Sohn des Königs an dem Turm vorbei und hörte die zarte Stimme der singenden Rapunzel. Da er nicht in den Turm einkehren konnte, ritt er nach Hause, doch die Erinnerung an die Stimme ließ ihm keine Ruhe. So ritt er immer wieder zu dem Turm, hörte eines Tages die Zauberin ihren Spruch rufen und beobachtete, wie sie hinaufkletterte. Er wartete, bis sie wieder verschwunden war und rief in der Dämmerung ebenfalls den Spruch. So fielen auch für den Königssohn die prächtigen Locken hinunter und er stieg hinauf. Rapunzel war schnell von der Schönheit des jungen Mannes beeindruckt. Sie entschied, mit ihm gehen zu wollen, doch konnte nicht hinabsteigen. Also bat sie ihn, ihr bei jedem Besuch ein Stückchen Seide mitzubringen, aus der sie eine Leiter flechten könne.
Eines Tages jedoch erzählte Rapunzel der Zauberin im Eifer von dem Königssohn. Voller Zorn schnitt sie ihr die Haare ab und brachte das Mädchen in eine noch verlassenere Gegend. Als der Königssohn in der nächsten Nacht seinen Spruch rief, war es die Zauberin, die Rapunzels Haare hinab ließ. Oben angekommen bemerkte er den Schwindel, sprang aus dem Turm und landete in einem spitzen Dornenbusch, der ihm das Augenlicht nahm. So irrte er lange Zeit umher, ernährte sich nur von dem, was er am Wegesrand fand und trauerte um seine geliebte Rapunzel. Irgendwann jedoch, nach langer Zeit und viel Kummer kam er in die Gegend, in der Rapunzel ärmlich lebte. Als das schöne Mädchen ihren Liebsten sah, weinte sie so sehr vor Wiedersehensfreude, dass ihre Tränen die Augen des Königssohns trafen, der daraufhin wieder sehen konnte. Er führte sie in sein Königreich, wo sie lange und voller Glück lebten.
Ende

Dienstag, 17. Februar 2015

Frau Holle, immer wieder schön!

Es war einmal eine Witwe, die hatte zwei Töchter. Die eine war schön und fleißig, die andere wiederum hässlich und arbeitsfaul. Da die hässliche und faule Tochter jedoch das eigene Kind der Witwe war, hatte die Mutter sie viel lieber als die schöne Stieftochter und so musste sie alle Arbeiten verrichten die ihr zu getragen wurden, wie das tägliche Spinnen am Brunnen, bis ihr das Blut aus den Fingern lief. Eines Tages, als die schöne Tochter wieder einmal am Brunnen saß, um zu spinnen bemerkte sie plötzlich das Ihre Spule ganz blutig war. Um diese daraufhin zu reinigen, bückte sie sich in den Brunnen und mit einmal sprang ihr die Spule aus der Hand und fiel hinab in den Brunnen. Plötzlich fing sie ganz bitterlich an zu weinen und eilte zu ihrer Stiefmutter, um ihr vom Missgeschick zu erzählen. Anstelle jedoch von der Mutter bedauert zu werden, war diese so unbarmherzig und kalt das sie nur sprach: "Hast du die Spule hinunterfallen lassen, so hol' sie auch wieder herauf." Sprachlos und voller Angst vor der Stiefmutter, ging die schöne Tochter zurück zum Brunnen und wusste zunächst nicht, wie sie die Spule wieder zurückholen sollte. Doch dann nahm sie all ihren Mut zusammen und sprang in den Brunnen, um sich die Spule zurückzuholen.
Nachdem sie zunächst besinnungslos den Brunnen herabfiel, erwachte sie plötzlich und fand sich auf einer wunderschönen grünen Wiese wieder, wo die herrlichsten Blumen standen und die Sonne schien. Als sie die Wiese entlang ging, kam sie zu einem großen Backofen, der voller fertiger Brote war und die Brote riefen nur: "Ach zieh uns raus, zieh uns, sonst verbrennen wir. Wir sind schon längst gebacken." Daraufhin nahm sie einen Brotschieber und holte alle Brote nacheinander heraus. Als sie weiter ging kam, sie auf einmal zu einem Baum, der voller reifer Äpfel war und der Baum rief nur: "Schüttel mich, schüttel mich, meine Äpfel sind schon alle reif." Da fing das Mädchen an, den Baum so kräftig zu rütteln und zu schütteln, bis die Äpfel herunterfielen und kein Einziger mehr oben blieb. Schön ordentlich packte sie alle Äpfel auf einen Haufen und ging weiter. Schließlich kam sie zu einem kleinen Haus, wo eine Frau herausguckte. Zunächst von Furcht und Ängstlichkeit ummantelt, wollte das Mädchen gerade fortlaufen, als die alte Frau rief: "Was fürchtest du dich mein liebes Kind? Bleib bei mir. Wenn du alle Arbeit im Hause ordentlich tun willst, soll es dir gut gehen. Du musst nur achtgeben, dass du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, dass die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt. Ich bin die Frau Holle." Erfreut von der Zuneigung der alten Dame, willigte das Mädchen ein und war bereit, all ihre Dienste zu erfüllen.
Täglich schüttelte sie fleißig ihr Bett auf, sodass es immer auf der ganzen Erde schneite und erledigte auch sonst ihre Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit. Dafür hatte das Mädchen ein gutes Leben bei Frau Holle und wurde mit den köstlichsten Sachen reich beschenkt. Nachdem die Schöne nun eine Weile bei der alten Dame lebte, merkte sie schnell, wie sie das Heimweh plagte und sagte: "Ich habe den Jammer nach Hause gekriegt, und wenn es mir auch noch so gut hier unten geht, so kann ich doch nicht länger bleiben. Ich muss wieder hinauf zu den Meinigen." Da antwortete Frau Holle: "Es gefällt mir, dass du wieder nach Hause verlangst, und weil du mir so treu gedient hast, so will ich dich selbst wieder hinaufbringen." Daraufhin nahm sie das Mädchen an die Hand und führte es zu einem großen Tor.
Gerade als das Tor aufging und das Mädchen darunter stand, fiel ein gewaltiger Goldregen herab und alles Gold blieb an der Kleidung des Mädchens kleben. "Das sollst du haben, weil du fleißig gewesen bist" sprach Frau Holle und gab ihr die verlorene Spule wieder zurück. Als sich das Tor verschloss, war das Mädchen wieder in ihre Welt zurückgekehrt und als sie sich ihrem Hof näherte, fing der Hahn an zu krähen und schrie: "Kikeriki, unsere goldene Jungfrau ist wieder hie!" Daraufhin begab sich das Mädchen hinein zu ihrer Stiefmutter und weil es so mit Gold bedeckt ankam, wurde es gut aufgenommen. Als die Stiefmutter hörte, wie es zu dem Reichtum gekommen war, wollte sie auch der ihrer eigenen hässlichen und faulen Tochter gerne dasselbe Glück verschaffen. So ging auch diese zum Brunnen, setzte sich darauf und fing an zu spinnen. Damit auch ihre Spule blutig wurde, stach sie sich in die Finger und zerstieß sich die Hand an einer Dornenhecke. Dann warf sie die Spule in den Brunnen und sprang selber hinein. Auch sie kam, wie ihre Stiefschwester, auf die schöne grüne Wiese und ging auf demselben Pfad weiter. Als sie zum Backofen gelangte, schrien die Brote wieder: "Ach zieh uns raus, zieh uns raus, sonst verbrennen wir, wir sind schon längst ausgebacken." Doch die faule Tochter antwortete nur: "Ich habe keine Lust mich schmutzig zu machen" und so ging sie einfach weiter. Bald kam auch sie zu dem Apfelbaum, der rief: "Ach schüttel mich, schüttel mich, meine Äpfel sind alle schon lange reif." Aber die faule erwiderte nur: "Du kommst mir recht, es könnte mir einer auf den Kopf fallen."
Damit ging sie weiter. Als sie zu Frau Holle´s Haus kam, fürchtete sie sich nicht vor der alten Frau, da sie von ihr schon gehört hatte und verdingte sich gleich als Magd. Am ersten Tag war sie noch sehr fleißig und erledigte alle Aufgaben, die ihr Frau Holle zutrug, denn sie dachte an das viele Gold, dass sie ihr schenken würde. Doch schon am zweiten Tag fing sie an zu faulenzen und am Dritten noch mehr, sodass sie morgens gar nicht mehr aufstehen wollte. Auch machte sie das Bett der Frau Holle schlecht und schüttelte es nicht so, dass die Federn aufflogen. Da wurde es der Frau Holle bald zu viel und sie kündigte der Faulen den Dienst. Diese freute sich endlich gehen zu können und erwartete nun auch mit Goldregen beschenkt zu werden. Als Frau Holle sie nun auch zu dem Tor führte und die Faule hoffnungsvoll darunterstand, kam jedoch statt des Goldes ein großer Kessel voll schwarzem Pech herunter und Frau Holle sagte nur: "Das ist zur Belohnung deiner Dienste" und schloss das Tor zu. Als die Faule ganz mit Pech bedeckt nach Hause kam, rief der Hahn auf dem Brunnen nur: "Kikeriki, unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie!" Das Pech aber wollte, solange sie lebte, nicht abgehen und blieb fest an ihr hängen.
Ende